Pressemitteilung

 

Stiftung Armenisches Kulturerbe begrüßt Errichtung eines weiteren Kreuzsteins in Leer

 

Positives Zeichen für Erinnerungskultur an den Armenischen Genozid in Deutschland                                               

 

 

Reinstorf, 02. Juli 2015: Die Stiftung Armenisches Kulturerbe begrüßt die positive Entscheidung des Kulturausschusses der Stadt Leer, ein Genozid-Denkmal zum Gedenken an den Völkermord an den Armeniern im Osmanischen Reich zu errichten.

Damit schließt sich die Stadt Leer der erfreulichen Entwicklung bezüglich der Anerkennung des Völkermords seitens des Bundestages, des Bundespräsidenten sowie der Kirchen in Deutschland an.

 

„ Wir möchten uns bei der Stadt Leer und der Bürgermeisterin Frau Beatrix Kuhl bedanken“, sagt Prof. Dr. Elize Bisanz, Vorsitzende der Stiftung Armenisches Kulturerbe.  „Dies ist für uns ein Zeichen der Offenheit der Stadt gegenüber ihren Bürgern und der Geschichte.  Ebenso dankt die Stiftung Herrn Albert Towmassian für sein herausragendes Engagement. Wir freuen uns sehr, dass die langen und intensiven Bemühungen von Herrn Albert Towmassian, einen Kreuzstein, einen armenische Khatschkar,  als Denkmal in seiner Heimatstadt Leer zu errichten, von den politischen Entscheidungsträgern anerkannt und unterstützt wurden“, so Elize Bisanz weiter.

 

Die Khatschkars gehören zu den ältesten Formen der armenischen Kunst und symbolisieren die kulturelle Verwurzelung der Armenier. Als Denkmal werden die Kreuzsteine primär als Schenkungen gedacht und sind Ausdruck der Verwurzelung, der Verbundenheit und Dankbarkeit für den jeweiligen Ort und die dort lebende Bevölkerung.

 

Die Stiftung Armenisches Kulturerbe befürwortet und unterstützt die Errichtung weiterer Kreuzsteine. Ebenso Initiativen und Beiträge in den Bereichen Wissenschaft, Zivilgesellschaft, Kunst und Kultur zur Aufarbeitung der Verbrechen an den Armeniern und für die Versöhnung zwischen Armeniern und Türken, wie sie auch der Bundestag in seiner Resolution vom 24. April 2015 betont. 

Pressemitteilung

Die Anerkennung des Genozids wichtiger Schritt zur Sicherung des kulturellen Erbes.

Reinstorf, 27, April 2015. Die Stiftung Armenisches Kulturerbe begrüßt die deutlichen Stellungnahmen seitens der zivilgesellschaftlichen, kirchlichen sowie politischen Vertreter in Deutschland zum Völkermord an den Armeniern. Ebenso das damit verknüpfte Verständnis zur Rolle und Verantwortung Deutschlands.

„Diese klaren Worte sind  für uns der Anfang einer neuen Aufarbeitung des armenischen Genozids in Deutschland“,  sagt Prof. Dr. Elize Bisanz, Mitgründerin und Vorsitzende der Stiftung Armenisches Kulturerbe.

Basierend auf der vom Bundestag begrüßten Zunahme von Initiativen und Beiträgen in den Bereichen Wissenschaft, Zivilgesellschaft, Kunst und Kultur zur Aufarbeitung der Verbrechen an den Armeniern und für die Versöhnung zwischen Armeniern und Türken, spricht sich die Stiftung Armenisches Kulturerebe für konkrete Schritte aus.

So möchte die Stiftung weitere Kreuzsteine errichten, sowie Projekte zur Erhaltung der armenischen Kultur initiieren. Sie hat bereits im Jahr 2005 zum Gedenken des 90 Jahrestages des Völkermords die ersten Khatschkars in Deutschland errichtet, in Zusammenarbeit mit den armenischen Gemeinden sowie dem damaligen Bremer Bürgermeister Henning Scherf und dem Braunschweiger Dom. Die Khatschkars gehören zu den ältesten Formen der armenischen Kunst und symbolisieren die kulturelle Verwurzelung der Armenier.

 

In der Betonung des kulturellen Gedächnisses durch den Stellungnahmen von Bundestag, Bundespräsident und Kirchen in Deutschland, sieht die Stiftung eine wichtige Weichenstellung für die Entstehung weiterer Erinnerungsorte für die armenische Kultur. „Wir begrüßen jede Initiative, die sich für diese Ziele einsetzt“, so Elize Bisanz. 

Pressestimmen

Frankfurter Allgemeine Zeitung:

Gedenken: Wir sollen uns schämen? (erschienen am 28.07.2005)

Die Tageszeitung TAZ:

Erstes Denkmal in Deutschland für den Völkermord an den Armeniern enthüllt. (erschienen am 25.04.2005)

 

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